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Opera

 

Die letzte Dekade im künstlerischen Schaffen der Oper Wroclaw war gekennzeichnet von den Raumproblemen dieses Musiktheaters. Die 1997 begonnene Renovierung des Operngebäudes erzwang die Suche nach neuen Vorstellungsorten.

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Old City House | New City House | Fountain on main square | Univercity | Piasek Island (Ostrow Tumski) | Tumski Bridge | Saint Cross Church | Baptist Catedral | Doll Teatre

 

Die von Wroclaw faszinierte Intendantin Ewa Michnik hat sich in dieser schwierigen Situation besten Rat gewusst, ihre Aufführungen umgesetzt, indem sie sie den jeweiligen neuen Spielstätten in der Stadt anpasste, deren historischen oder magischen Gehalt sie entsprechend zu nutzen wusste. Das obdachlose Opernensemble hat sich nicht nur acht lange Jahre ohne Bühne durchgestanden, sondern – mehr noch – allen Schwierigkeiten zum Trotz viele spektakuläre Erfolge erzielt. Die Oper Wroclaw ist in aller Munde. Über dieses Operntheater spricht und schreibt man nicht nur in Polen.

 

Das Publikum hat die Oper nicht vergessen. Die Zuschauer sind ihr treu geblieben, sie begleiteten sie und folgten ihr an die neuen Spielstätten. Sie erlebten Figaros Hochzeit in den schönen Innenräumen des Nationalmuseums, das Requiem von Verdi in der – Maria-Magdalenen-Kathedrale, La Bohème im Museum für Architektur. Die Aula Leopoldinum und ihr Barockinnenraum wurden zur wunderschönen Kulisse für die Aufführungen von Der Theaterdirektor und La serva padrona.

 

Ewa Michnik hat auch die Breslauer Sukiennice für die Oper wiederentdeckt, wo unter freiem Himmel während des Sommer-Opernfestivals Nabucco und Aida von Verdi, Die Zauberflöte von Mozart und Kantaten von Bach zur Aufführung kamen. Der malerische Partisanen-Hügel (Wzgorze Partyzantow) wurde zum Spielort für die dramatische Oper La Traviata von Verdi und das Ballett Schwanensee von Tschaikowski. Im schönen, historischen Innenraum des Oratorium Marianum wurden Kantaten von J.S. Bach aufgeführt, so die Bauernkantate und die Kaffeekantate.

 

Zum ersten Mal in Polen wurde Tosca von Puccini als Stationentheater an drei verschiedenen Plätzen aufgeführt. Gemäß dem Libretto spielt der 1. Akt in der Maria-Magdalenen-Kathedrale, der 2.Akt – im Palast­ – hier in der Aula Leopoldinum und der 3. Akt auf dem Partisanen- Hügel. Die Premiere von Falstaff fand dagegen in der Sporthalle der Medizinischen Hochschule statt und trotz des ungewöhnlichen Innenraumes bekam die Vorstellung ausgezeichnete Kritiken.

 

Die Vorstellung von Georges Bizets Carmen im Atrium des Dorint – Hotels und im Autohaus Mercedes wurde vom Publikum mit großem Beifall aufgenommen. Unbeschreibliche Begeisterung löste die Aufführung des Musicals Anatevka von Stein aus, die unter freiem Sternenhimmel auf dem Dach des großen Einkaufszentrums Galeria Dominikanska stattfand.

 

Im Jahre 2000 lud die Oper Wroclaw zum ersten Sommer-Opernfestival ein. Die Freunde der Musik aus Wroclaw, Europa und der ganzen Welt erlebten dabei Opernvorstellungen an ausgesuchten Plätzen der Stadt, u.a. in Sukiennice, wo sich ca. 1 500 Zuschauer versammelt hatten. Im Rahmen des ersten Festivals wurden neun Operwerke aufgeführt. Seitdem wird das Sommer-Opernfestival jedes Jahr veranstaltet.

 

Die Zeit der Renovierung des Operngebäudes wurde Anlass für viele künstlerische Auslandsreisen. Das Ensemble der Oper Wroclaw trat mehrmals in Großbritannien, Deutschland, Belgien, Holland, Luxemburg, Frankreich, auf Taiwan, in Österreich und auf Zypern auf. Es brachte ausgezeichnete Kritiken aus den berühmtesten Operntheatern mit, in denen es zu Gast war: zum Beispiel in der Royal Festival Hall mit La Bohème. Jedes Jahr gastiert das Opernensemble auf Einladung der dortigen Ausrichter auf den Festivals in Xanten (Deutschland) und in Wiltz (Luxemburg).

 

Größten Ruhm und lebhaftestes Interesse erreichten die Megaopernproduktionen der Oper Wroclaw, und zwar sowohl die Umsetzung klassischer Werke als auch die der Tetralogie von Richard Wagner. Dass Wagner nach 70 Jahren nach Wroclaw zurückkehren konnte, ist nicht nur das Ergebnis eines riesigen, neuzeitlich geprägten künstlerischen und logistischen Unternehmens, sondern knüpft auch an schöne Traditionen aus dem Anfang des vergangenen Jahrhunderts an, als Wroclaw ein Wagner-Zentrum war und als der Komponist in unserer Stadt weilte. Die Inszenierung des Ringes von Wagner in der Aufführung der Oper Wroclaw wurde vom internationalen Publikum ausgezeichnet aufgenommen und von den Kritikern mit enthusiastischen Rezensionen bedacht, die betonen, dass diese Inszenierung die Oper Wroclaw an die Spitze der europäischen Opernhäuser bringe.

 

Seit September 2005 finden die Aufführungen wieder in den restaurierten Opernhaus statt, das zu den schönsten Theaterräumlichkeiten des Europas gehört.

 

source www.opera.wroclaw.pl

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