Ścinawka Górna - Schloss Scharfeneck
Im Jahre 1590 wurde in Sarny (deut. Scharfeneck) ein Gutshaus errichtet, der seinen evangelischen Eigentümern gesamt mit dem ganzen Landgut während des Dreißigjährigen Krieges konfisziert wurde. Nach dem Krieg wurden die umgebenden Güter durch den Grafen von Götzen erworben, der hier seinen Familiensitz machte. Da er sehr wohlhabend war, umbaute er das Gutshaus und änderte es zu einer prachtvollen Residenz, die seinem Adelstitel entsprach. Obwohl das Schloss mehrmals umgebaut und renoviert wurde, gewann er mit jeder Modernisierung immer an der Schönheit.
Das Landgut der Familie von Götzen wuchs kontinuierlich und ihre Residenz erfreute sich einer großen Popularität, besonders im Hinblick auf die Entwicklung der Touristik im 19. Jahrhundert. In 1840 wohnten dort nur 75 Personen und die gesamte Ansiedlung verfügte über solche Einrichtungen wie Mangel und Ziegelei. Dazu gab es hier auch paar Webereien. Trotz seiner Geschichte wurde dieses Ort von den Touristen vergessen. Durch Sarny führt heutzutage eine gelbe Route von Tłumaczów (deut. Tuntschendorf) nach Nowa Ruda (deut. Neurode).
Zum gesamten Schlosskomplex gehört das im Jahre 1590 erbaute Renaissance-Schloss, die Kapelle des Hl. Johannes von Nepomuk und wirtschaftliche Einrichtungen. Das Schloss wurde mehrmals umgebaut. In den 30er Jahren des 18. Jhs. wurde das Treppenhaus übergebaut. Der sechseckige Turm blieb erhalten und mit einigen architektonischen Elementen verziert. In dieser Zeit wurde auch die Kapelle mit wunderschönen Malereien errichtet. Diese haben das Leben des Hl. Johannes von Nepomuk dargestellt und die Erfolge der Familie von Götzen gerühmt. Der Autor dieser Malereien war Johann Franz Hoffmann. Im Jahre 1762 wurde dagegen ein weiterer Wohnflügel des Schlosses erbaut. Anfallend ist auch der Speicher mit zwei Renaissance-Giebeln.





