Danzig

Saybusch

Ustron

Bielitz-Biala

Krakau

Du bist hier: Pol-and.eu  / Über Polen  / Städte  / Posen  / Das Kaiserschloss

Umfrage

Die Stadt, die Du sehen möchtest

 

  • Breslau
  • Bydgoszcz
  • Czestochowa
  • Danzig
  • Katowice
  • Krakau
  • Lodz
  • Posen
  • Warschau
  • Zakopane

 

Abstimmen | Sehe Ergebnisse

Das Kaiserschloss

 

Das Kaiserschloss - die ehemalige Residenz des Kaisers Wilhelm II. - war sie das bedeutendste und größte Bauwerk, das am Anfang des 19. Jahrhunderts aus Initiative der preußischen Behörden zur Steigerung der Bedeutung von Posen errichtet wurde. Der Bau begann im Jahre 1905 und dauerte nur fünf Jahre lang: bereits in 1910 hat man die Schlösser zum Schloss dem Kaiser feierlich übergegeben. Drei Jahre später wurden die Arbeiten bei der mit dem Mosaik dekorierten Schlosskapelle beendet. Der Architekt, Franz Schwechten, bezog sich in seiner Arbeit auf die neoromantischen Formen, die an die Ära des Karls des Großen anknüpften. Neoromantische Stilistik bekam auch die Innenarchitektur der meisten repräsentativen Räume.

Über das gesamte Bauwerk dominiert der Turm, der früher im Obergeschoss eine Kapelle hatte. Der das Innenhof umgebende westliche Teil des Schlosses enthielt die Apartments des Kaisers und seiner Familie, der östliche Teil - den Thronsaal. Im Hinterteil des Schlosses wurde ein kleiner Park mit Rosengarten konzipiert, dessen Architektur an den berühmten Löwenhof in spanischer Alhambra anknüpfte. In der nordöstlichen Ecke des Schlosses wurde ein Wirtschaftsgebäude, das sog. Kutscherhaus, lokalisiert.


Nach dem 1. Weltkrieg wurde das Schloss das Eigentum des polnischen Staates. In der Zwischenkriegszeit diente das Gebäude als offizielle Residenz der Präsidenten Polens und als Hauptsitz der neu gegründeten Posener Universität. Er wurde auch zur Besichtigung geöffnet. Im Jahre 1939, kurz nach Besetzung der Stadt durch die Deutschen, wurde das Schloss durch Albert Speer besucht, den führenden Architekten von Adolf Hitler. Als Folge dieses Besuches wurde die Entscheidung über Umbau der kaiserlichen Apartments für Gebräuche des Führers getroffen (zu den spektakulärsten Änderungen gehörte die Umwandlung der Kapelle zum Hitlers Arbeitszimmer). Der 2. Obergeschoss wurde für den Reichsstatthalter des sog. Warthelandes, Arthur Greiser, bestimmt.


Die rasch unternommenen Umbauarbeiten dauerten bis zum 1944, als die Niederlage des Dritten Reiches bereits klar war. Während dieser Zeit wurde die ganze historische Innengestaltung entfernt und durch architektonische Lösungen aus der durch Albert Speer entworfenen Neuen Reichskanzlei ersetzt.


Bei Schlacht um Posen wurde sowohl das Bauwerk als auch die Innenstadt von Posen erheblich beschädigt. Diese Tatsache und die Erfahrungen aus der Zeit der deutschen Okkupation riefen Vorschläge der Zerstörung oder Umbau des Schlosses aus. Letztendlich wurde der Turm um ein Drittel seiner ursprünglicher Höhe herabgesetzt. In den ersten Jahren der Nachkriegszeit diente das Schloss weiter der Universität und wurde später der Sitz der Stadtbehörden. Seit dem Jahre 1962 dient das Bauwerk vor allem den kulturellen Angelegenheiten.


In den letzten Jahren begann man mit einer gründlichen Renovierung des Baudenkmals. Die Geschichte des Schlosses wird auf den in Räumlichkeiten des Gebäude zahlreichen angezeigten Fotos abgebildet und durch einige Elemente der ursprünglichen Gestaltung, darunter auch durch den kaiserlichen Thron, dargestellt.

 

 

Copyright © Pol-and.eu. All rights reserved. Developed by: Seenet