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Kultur- und Wissenschaftspalast

 

Kultur- und Wissenschaftspalast (poln. Pałac Kultury i Nauki - PKiN, früher Kultur- und Wissenschaftspalast von Josef Stalin) - das höchste Gebäude Polens, im Zentrum von Warschau auf dem Defilad-Platz (poln. Plac Defilad). Seine Höhe beträgt 230,68 m bis zur Spitze. Er hat 42 Etagen und über 3000 Räume.

 

Das Bauwerk wurde als "Geschenk des sowjetischen Volkes an polnischem Volk" errichtet und sein Ideengeber war selbst Josef Stalin. Lew Rudnew, der Architekt des Palasts, wollte das Bauwerk im polnischen Stil errichten. Deswegen reiste er durch verschiedene Städte Polens, wie Krakau, Chełm oder Zamosch, um alle nützliche Informationen zu diesem Projekt zu sammeln. Die Architektur ist auch durch Gebäude in Chicago und Moskau sowie Art Déco, Sozialismus und  polnischen Historismus geprägt.

 

Der Palastbau begann am 2. Mai 1952 und dauerte bis 22. Juli 1955. Dabei haben ca. 3500 russischer Arbeiter gearbeitet. Während des Baus sind 16 Russen ums Leben gekommen. In der Planungsphase, wenn man das Gelände für den Bau vorbereitete, wurden die Reste von 190 Mietshäusern mit 1000 Wohnungen abgerissen. Noch vor dem Ende der Bauarbeiten, am 7. März 1953 - zwei Tage nach dem Tod von Josef Stalin, durch einen gemeinsamen Beschluss von dem Staatsrat und der Regierung der Volksrepublik Polen hatte man dem Bauwerk den Namen Kultur- und Wissenschaftspalast von Josef Stalin gegeben. Den Beschluss unterzeichnete Bolesław Bierut (Ministerpräsident) und Aleksander Zawadzki (Staatsratvorsitzender).

 

W 1956 begann eine Serie von Selbstmord-Sprüngen aus der Aussichtsterrasse im 30. Stock, auf der Höhe von 114 Metern - zuerst sprang ein Franzose und nach ihm noch sieben Polen. Nach diesen Ereignissen hatte man ein Gitter in der Aussichtsterrasse montiert. In der Silvesternacht 2000 wurde eine zweitgrößte in Europa Turmuhr enthüllt - seine vier Zifferblätter sind je 6 Meter breit. Es ist zugleicht die zweite höchst montierte Turmuhr der Welt (nach der Turmuhr NTT DoCoMo Yoyogi Building in Tokio) und ihre Geldgeber war polnisches Telekommunikationsunternehmen Telekomunikacja Polska SA.

 

In dem Palast finden zahlreiche Ausstellungen und Messen statt, wie die seit 1958 veranstaltet Buchmesse. Das Bauwerk wurde auch mit einem Konferenz-Spielsaal für 3000 Personen (sog. Kongresssaal - poln. Sala Kongresowa) ausgestattet. Es befinden sich dort solche Einrichtungen wie Muzeum Techniki (Museum der Technik), Muzeum Ewolucji PAN (Museum der Evolution von PAN) sowie Pałac Młodzieży (Erziehungseinrichtung  „Jugendpalast") mit einem Schwimmbad.

 

Vor dem Eingang (aus der Seite der Straße Marszałkowska) befinden sich zwei Skulpturen: Adam Mickiewicz Stanisław von Horno-Popławski und Nikolaus Kopernikus von Ludwika Nitschowa.

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