Ignacy Mościcki (Staatspräsident der Republik Polen zwischen 4. Juni 1926 und 30. August 1939)
Das Amt des Präsidenten hat der durch zwei Amtszeiten bekleidet. Am 4. Juni 1926 fand auf dem Warschauer Königsschloss seine Vereidigung für das Amt des Präsidenten der Republik Polen vor der Nationalversammlung statt. Die Feierlichkeit wurden in Abwesenheit der Regierung, des Diplomatischen Korps, der Vertreter der Presse und der Familienmitglieder durchgeführt. Am 9. Mai 1933, auch auf dem Warschauer Königsschloss, der sein Amtssitz war, wurde er für die zweite Amtszeit gewählt. Am 1. September 1939 hat er gemäß dem Artikel 24 der Aprilverfassung Edward Śmigły-Rydz zu eigenem Nachfolger im Falle der „Enthebung des Amtes vor dem Abschluss des Friedensvertrages" bestimmt.
Am 17. September, als die Sowjetunion Polen angegriffen hat, ist er nach Rumänien verreist, wo er gesamt mit Edward Śmigły-Rydz interniert wurde. Am 24. September 1939 hat er den bisherigen Botschafter Polens in Rom, General Bolesław Wieniawa-Długoszowski, zu eigenem Nachfolger bestimmt. Am 30. September ist er von dem Amt zurückgetreten und sein Nachfolger wurde Władysław Raczkiewicz. Im Dezember 1939 verreiste er gesamt mit eigener Familie in die Schweiz, wo er am 2. Oktober 1946 in Versoix unter Genf gestorben ist.
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