Danzig

Saybusch

Ustron

Bielitz-Biala

Krakau

Du bist hier: Pol-and.eu  / Über Polen  / Städte  / Chorzow  / Geschichte

Umfrage

Die Stadt, die Du sehen möchtest

 

  • Breslau
  • Bydgoszcz
  • Czestochowa
  • Danzig
  • Katowice
  • Krakau
  • Lodz
  • Posen
  • Warschau
  • Zakopane

 

Abstimmen | Sehe Ergebnisse

Geschichte

 

Es wurde angenommen, dass die erste Urkunde, die Chorzów geschichtlichen Anfang gab, ist der am 24. Juni 1257 von dem Herzog Wladislaw erlassene Akt, der die Tempelherren aus Miechow dazu ermächtigte, sich in dem Dorf Chorzów (Chareu) niederzulassen. Laut des Entschlusses des Stadtrates , wird der Jahrestag der Erlassung dieser Urkunde als Stadtfest gefeiert. Es ist bekannt, dass im XIV Jh. war das Dorf gut organisiert und auf seinem Gebiet gab es die Kirche und die Schenke. Zwei Jahrhunderte Später hat man mit der Gewinnung der Silbernerze, Eisenerze und Bleierze angefangen. Es gab schon damals erste gemauerte Gemeindekirche, aufgebaut zu der Zeit des Pfarrers Błażej Bronowski (1590). Die nächste kirche (aus dem 1721) verbrannte am Kirchweihtag im Jahre 1782. Die jetzige kirche wurde im 1892 erbaud.

 

Neue Pfarrgemeinde bekam die Gemeinde erst nach 3 Jahren. Im Jahre 1780 hat der Pfarrer Ludwik Bojarski Steinkohleschichten entdeckt, deren Gewinnung in der nächsten Zukunft die der Pfarrei angehörte Pfarrgemeinde begonnen hat.

 

Die Tempelherren waren bis 1810 in Chorzów anwesend, also zur Zeit, als der Orden aufgelöst wurde und seine Güter kraft der Verordnung von Friedrich Wilhelm den III zum Eigentum des Preussischen Staates wurden.

 

Das Andenken an die frühesten Geschichte ist das Halbkreuz und der Halbadler. Die Stadt Chorzów entstand aus der Verbindung einiger kleineren Gemeinden und der Stadt Królewska Huta / Königshütte. Heutzutage bildet dieses Gelände, das vor Jahrhunderten den Tempelherren gehörten- das älteste Stadtviertel B Chorzów Stary. Im Laufe der Geschichte hat sich das kleine Dorf in eine Stadt mit über 100.000 Einwohnern gewandelt. In der Geschichte gab es hier Vertreter unterschiedlicher Nationen, vor allem aber Polen, Deutsche und Juden. Für die Stadtentwicklung von großer Bedeutung waren die Bemühungen des deutschen Grafs von Reden. Królewska Huta (Königshütte) entstand zur Zeit der preußischen Verwaltung. Im Jahre 1791 hat die preußische Regierung die Zeche "Prinz Carl von Hessen" gegründet auf dem Gebiet, wo sich heute der Bahnhof im Stadtzentrum befindet. Eine Besonderheit ist auch, dass man dabei Salzquellen entdeckt hat, die den Anfang des Kurortes gaben. Im Jahre 1799 hat der Graf von Reden dem neu eröffneten Metallurgiewerk den Namen Königshütte gegeben. In der Nähe der Hütte entstand eine Arbeitersiedlung mit dem gleichen Namen. Bis heute sind noch ein paar Gebäude erhalten geblieben, darunter auch dieses, in dem der Bildhauer T. E. Kalide geboren wurde. Die Straße, an der diese Gebäude stehen, ist nach seinem Namen benannt. Im Jahre 1800 erhielt die Zeche Prinz von Hessen den Namen "Król" (König). Es ist hier erwähnenswert, dass im Jahre 1853 dem Grafen von Reden ein Denkmal in Królewska Huta gesetzt wurde. Schöpfer dieses Denkmals war der Bildhauer T. E. Kalide, der auch die berühmte und schöne Brunnenskulptur `Der Knabe mit dem Schwan" geschaffen hat. Das Grafendenkmal wurde später mehrmals zerstört und ist seit dem Jahre 1945 verschwunden. Nach vielen Jahren, im Jahr 2002, wurde in Chorzów das rekonstruierte Monument enthüllt. Die Kopie, die im Stadtzentrum aufgestellt wurde, hat der Bildhauer Augustyn Dyrda herausgearbeitet. Die sich dynamisch entwickelnde Siedlung Królewska Huta erhielt die Stadtrechte im Jahre 1868. Kraft der Akte des preußischen Königs Wilhelm I. wurden von der Stadt die umliegenden kleinen Orte einverleibt. 1892 wurde das Postgebäude errichtet, dessen Turm mit Ajourhelm bis heute eines der Stadtsymbole ist. Im Jahre 1901 wurden die ersten Gäste im Hotel Graf Reden - heute Unterhaltungstheater - empfangen, im Jahre 1905 wurde die wunderschöne Markthalle eröffnet, die aus ideologischen Gründen zerstört und stillos in den siebziger Jahren des XX. Jh. umgebaut wurde. Die Halle hat damals unersetzlich ihre Pracht verloren.

 

Im Jahre 1922, als die Königshütte innerhalb der Grenzen des polnischen Staates war, erhielt die Stadt polnischen Namen Królewska Huta. Der Zusammenschluss von Królewska Huta und Chorzów erfolgte im Jahre 1934. Der neuen Stadt Chorzów gehörte noch Nowe Hajduki an. Am 1. April 1939 wurde zu Chorzów auch Wielkie Hajduki eingegliedert , die heutige Chorzów Batory-Gemeinde, die aus der Verbin dung von Górne und Dolne Hajduki entstand. Früher war sie eine sich gut entwickelnde Stadtgemeinde des świętochłowice Bezirks. Ihre Geschichte geht auf das XVII Jh. zurück, und die Blütezeit ihrer Entwicklung begann mit der Entstehung des Industriewerkes "Bismarckhütte" im Jahre 1839, heute Huta Batory. Obwohl auf dem Gebiet von Chorzów keine Andenken aus der Vergangenheit erhalten geblieben sind, gibt es in der Stadt viele entzückende Winkel, es fehlt in unserer Stadt nicht an Sehenswürdigkeiten und Plätzen, deren Geschichte mit der Tätigkeit bedeutender Vertreter hiesiger Gesellschaft verbunden sind. Auf dem Redenberg steht die hölzerne Laurentiuskirche aus dem XVI Jh. Dieses besondere Objekt wurde aus Knurów im 1935 in unsere Stadt gebracht. Die älteste Gemeindekirche von Królewska Huta ist die Barbarakirche, das älteste Gotteshaus ist die Maria-Magdalena-Kirche. In der Nähe dieser Kirche gibt es den Johannesplatz mit den Resten der Landbebauung.

 

Die Anfänge der heutigen Wolności Str. gehen auf das Jahr 1826 zurück, als in der heutigen Stadtmitte die Kolonie Erdmannswille entstand. Diese Straße hatte aber noch lange keinen repräsentativen Charakter, so wie die heutige Hauptstrasse der Stadt. Sie gewann an Bedeutung, seitdem sie die zum im Jahre 1845 in świętochłowice entstandenen Bahnhof führende Straße wurde. Im Laufe der Zeit wurde die Straße an beiden Seiten bebaut und erhielt den Namen Kaiserstraße. Der erste Stadtbebauungsplan aus dem Jahre 1781 hat im Nordteil Handeldienstleistungen vorgesehen. Ein Jahr später auf der Strecke von den Bahnschienen bis zur heutigen Zjednoczenia Str. wurde die Straße gepflastert. Zunächst wurde sie im Wasserleitungs - und Kanalisierungsnetz berücksichtigt und im Jahre 1989 elektrifiziert, damals erschien hier auch die erste Straßenbahn. Die architektonische Entwicklung erfolgte vor allem in den Jahren 1895- 1913. Der Straßenprospekt wurde vereinheitlicht, ihre Straßenfronten wurden bebaut und die Erdgeschosse der Sezessionsmietshäuser wurden von Geschäften, Cafes, Restaurants, Firmenbüros und Bankfilialen belegt.

 

Den heutigen Namen erhielt die Straße im Jahr 1922, nachdem Chorzów an das Mutterland zurückgefallen war. Sie verlor ihn für einige Jahre der Hitlerbesatzung und gewann ihn nach dem II. Weltkrieg wieder. Obwohl sie ihren Namen und ihr Aussehen mehrmals änderte, seitdem sich hier Geschäfte und Firmensitze ansiedelten, behielt sie ihren Charakter und konzentriert einen großen Teil des Alltagslebens der Einwohner. Man kann sich heute die Stadt ohne die Wolności Strasse schwer vorstellen, die Straße, die oft Chorzower Strasse genannt wird. An den beiden Seiten ihres Hauptteils gibt es charakteristische Objekte, die in die Stadtgeschichte hineingewachsen sind: das ist das Postgebäude aus dem Jahr 1892 und die Hedwigskirche, geweiht im Jahre 1874. Den Rang der großstädtischen Fußgängerzone gewann sie schon vor dem I. Weltkrieg, das Aussehen aber, das wir heute sehen können, erhielt sie Ende der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts.

 

Die gründlich restaurierte Wolności Str. wurde im Jahr 1996 feierlich eröffnet. Auch die Einwohner der Nachbarstädten kommen hier zum Einkaufen, geschäftlich oder einfach um ihre Freizeit gemütlich in einem der zahlreichen Cafes oder Restaurants oder auch im Kino "Panorama" zu verbringen. An dem Kinogebäude wurde im 2006 eine Gedenktafel enthüllt, die den aus der Królewska Huta. Stammenden Oscarpreisträger Komponisten Franz Waxmann gedenkt, und in der Wolności Str. 59 wurde mit einer Gedenktafel an den Geburtsort von Kurt Alder, Nobelpreisträger in Chemie, erinnert. Hervorragende Werbung für die Fußgängerzone sind zahlreiche hier stattfindende Kulturveranstaltungen. Tradition sind schon bunte Umzüge zum Stadtfest und folgenden Veranstaltungen des Internationalen folkloristischen Studenten festivals, Auftritte der Blasorchester an der Post und jährliche Präsentationen von Leistungen der Kulturhäuser. Ein Teil der Werbeaktion sind die `langen Geschäftsdonnerstage". An diesem Wochentag warten manche Geschäfte in der Fußgängerzone auf ihre Kunden immer bis 20.00 Uhr.

Copyright © Pol-and.eu. All rights reserved. Developed by: Seenet